Ratschläge für Patienten mit einem Raynaud-Phänomen

Hören Sie bedingungslos auf zu rauchen!

  • Schon ein Zug an einer Zigarette führt zu einer lang anhaltenden Minderdurchblutung sämtlicher Finger!

Schützen Sie sich vor Kälte, Nässe und Verletzung

  • Vermeiden Sie bei nasskaltem Wetter, wenn möglich, den Aufenthalt im Freien.
  • Vorteilhaft sind Fausthandschuhe.
  • In schweren Fällen sollten Sie sich ein “Taschenöfchen”, “Hot Pack” oder sogar batteriebetriebene heizbare Handschuhe besorgen.
  • Physikalische Maßnahmen wie aufsteigende Armbäder können hilfreich sein.

Vorsicht bei der Nagelpflege!

  • Bei nicht heilenden Verletzungen der Finger oder der Hand lieber gleich zum Arzt gehen.

Viel Bewegung!

  • Bewegung steigert die Durchblutung (z. B. Faustschlussübungen, Armkreisen). Einige Sportarten, die z. B. die Handkanten belasten, sind aber völlig ungeeignet wie Karate, Volleyball, Baseball, Fingerhakeln.

Chronische Vibrationen können Fingerdurchblutungsstörungen verursachen und verschlimmern.
Meiden Sie Arbeiten mit vibrierenden Werkzeugen wie:

  • Presslufthammer,
  • Bohrmaschinen,
  • Motorsäge,
  • Anklopfmaschine.
  • Ungeeignete Berufe sind Automechaniker, Tischler, Maurer, Holzfäller. Unter Umständen muss eine Umschulung (Arbeitsplatzwechsel bzw. Berufswechsel) erfolgen.

Einige Medikamente können die Fingerdurchblutung verschlechtern!
Dazu gehören:

  • Betablocker,
  • Ergotaminhaltige Medikamente (Migränemittel),
  • Antibabypillen: Die Pille kann generell eingenommen werden, nur wenn das Medikament nachweislich zu einer wiederholten Durchblutungsstörung führt, muss eine andere Verhütungsmethode diskutiert werden.
  • Verwenden Sie niemals lokale wärmende (Rheuma-) Salben bzw. Cremes.

Geben Sie Stress und Hektik keine Chance!

  • Stress verschlechtert im gleichen Ausmaß wie Kälte Ihre Fingerdurchblutung. Erlernen Sie Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder “Biofeedbacktherapien” (vor allem die Technik des Temperaturfeedback)

Finger weg von nicht wissenschaftlichen und klinisch nicht bewährten Außenseitermethoden:

  • Sauerstoffbehandlungen: Ozontherapie, Hämatogene Oxidationstherapie (HOT oder “Blutwäsche”) oder Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie,
  • Frischzelltherapie,
  • Chelattherapie,
  • Eigenbluttherapie.

modifiziert nach Prof. Dr. med. Curt Diehm

Wichtiger Hinweis: zur Zeit je nach Art der Untersuchung und Dringlichkeit Wartezeiten von bis zu 4 Monaten! Je nach Umfang der Untersuchungen Verweildauer von 1/2-3 Stunden! Bringen Sie bitte genug Zeit mit!