Glossarbegriffe L – R

Lipödeme

atypische und in der Regel symmetrische Häufung von Fettgewebe seitlich an den Hüften, Oberschenkeln und Armen, im späteren Verlauf auch an den Unterschenkeln und Unterarmen, verbunden mit Druckempfindlichkeit, Neigung zu blauen Flecken und Ödemen. Man nennt Reithosenphänomen die ausgeprägte Lokalisation an Hüfte und Oberschenkeln. Es besteht für die Lipödeme eine familiäre Häufung.

Lipolymphödeme

Kombination aus Lip- und Lymphödem.

Lymphödeme

Infolge einer Stauung der Flüssigkeit (= Lymphe) in den Lymphbahnen sichtbares und tastbares Anschwellen von Körperteilen. Dies kann entstehen, wenn der Lymphtransport gestört ist, z. Bsp. durch Verschlüsse der Lymphbahnen oder nach Lymphknotenentfernungen. Betroffen können Arme, Beine, Kopf, Hals, Rumpf oder Genitalien sein.

Metabolisches Syndrom

Kombination verschiedener Risikofaktoren wie Fettsucht, Zuckerkrankheit, erhöhte
Blutfettwerte und erhöhten Blutdruck. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko für arteriosklerotische Gefäßerkrankungen und Herzerkrankungen.

MR-Angiografie

Gefäßdarstellung durch Magnetresonanztomografie.

Myokard

Herzmuskel.

Myokardischämie

Durchblutungsstörung des Herzmuskels.

Myokarditis

Herzmuskelentzündung.

Nekrose

umschriebener Gewebstod infolge Sauerstoffnot.

Obstruktion

Einengende Behinderung.

Obstruktive Ventilationsstörung

Erhöhung des Widerstandes in den Atemwegen, verursacht u. a. durch allergisches Asthma, Sekret oder Fremdkörper in den Atemwegen (= Bronchien) bzw. durch einengenden Druck von außen.

Ödeme

Wassereinlagerungen in Gewebe.

Pathologisch

Krankhaft.

pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Verengungen bzw. Verschlüsse in den Becken- und/oder Bein-Arterien. Diese führen zu Durchblutungsstörungen in den Beinen und zwingen zu Gehpausen (daher der Begriff „Schaufensterkrankheit“). Meist ist der Grund eine Arteriosklerose.

Perforansvenen

Verbindungsvenen, die den Abfluss zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem garantieren. In den Perforansvenen kann normalerweise das Blut dank der Venenklappen (= Ventile) nur in Richtung der tiefen Venen fließen.

Perikard

Herzbeutel.

Perikarderguss

Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel.

Perikarditis

Entzündung des Herzbeutels.

Plaque

Ablagerungen meist von Blutfetten und ev. Kalk in der Arterienwand.

Pleuraerguss

Flüssigkeitsansammlung zwischen den beiden Blättern der Pleura (Brustfell). Ein Pleuraerguss kann ein- oder zweiseitig auftreten. Ursachen können z. B. Lungenentzündung, Herzschwäche oder Herzoperation sein.

PRIND (prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit)

Vorübergehende neurologische Störung, die länger als 24h, aber kürzer als 3 Wochen anhält. Die Symptome gleichen denen des Schlaganfalles.

PTA (perkutane transluminale Angioplastie)

Nichtchirurgische Erweiterung von peripheren Gefäßverengungen mittels Spezialkathetertechnik.

PTCA (perkutane transluminale Koronarangioplastie)

Aufdehnung einer Verengung eines Herzkranzgefäßes mit Ballonkatheter.

Puls

Der Puls ist der Anschlag der Blutwelle an der Arterienwand, bedingt durch die Kontraktion des Herzmuskels.

Raynaud-Syndrom (Morbus Raynaud)

Vorübergehende Gefäßeinengung, die durch anfallsweises Abblassen der Finger oder Zehen aufgrund von Vasospasmen (= Gefäßverkrampfung) gekennzeichnet ist und u.a. durch Kälte ausgelöst werden kann.

Retikuläre Varikosis

Gröbere netzartige Krampfadern in der obersten Hautschicht.

Revaskularisation

Wiederherstellung einer ausreichenden Blutversorgung, z.B. durch Bypass-Operation.

Risikofaktoren

Umstände, die eine Krankheitsentstehung begünstigen. Dazu gehören: Adipositas, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Hypertonie, Nikotinkonsum, familiäre Belastung.

Wichtiger Hinweis: zur Zeit je nach Art der Untersuchung und Dringlichkeit Wartezeiten von bis zu 4 Monaten! Je nach Umfang der Untersuchungen Verweildauer von 1/2-3 Stunden! Bringen Sie bitte genug Zeit mit!